Die Registrierung bei der IANA wird hier nicht behandelt!

Konfiguration wurde mit der Bind-Version 9.1 umgesetzt. Verzeichnisse müssen gegebenfalls angepasst werden.

Vom Provider meiner Server habe ich /64-IPv6 Netzwerke zugewiesen bekommen und die Möglichkeit meine Reverse DNS-Einträge selbst auf meinen DNS-Servern zu verwalten.

Konfiguration der /etc/bind/named.conf.local

Über den Online IPv6 Rechner kann man sich unter anderen das Format für die ip6.arpa Einträge des DNS-Servers berechnen lassen. Hier am Beispiel meines Netzes 2a02:0180:000a:0105::/64:

Daraus ergibt sich folgender Zonen-Eintrag in der /etc/bind/named.conf.local:

…
zone "5.0.1.0.a.0.0.0.0.8.1.0.2.0.a.2.ip6.arpa" {
    type master;
    file "/var/pri/5.0.1.0.a.0.0.0.0.8.1.0.2.0.a.2.ip6.arpa";
    allow-transfer {
        81.7.11.178;                // e4.rana.at
        2a02:180:1:1::517:bb2;      // e4.rana.at

        91.143.80.169;              // e6-03.rana.at dns6.rana.at
    };
};
…

Wichtig ist, dass der Eintrag bei zone korrekt ist, der Name für die Zonendatei kann beliebig sein, ist bei mir der Übersicht halber gleich der DNS-Zone.

Zur Ergänzung noch die Zonenkonfiguration auf einem sekundären DNS-Server:

…
zone "5.0.1.0.a.0.0.0.0.8.1.0.2.0.a.2.ip6.arpa" {
    type slave;
    masters {
        81.7.10.31;                 // e5.rana.at
        2a02:180:1:1::517:a1f;      // e5.rana.at
    };
    file "/var/sec/5.0.1.0.a.0.0.0.0.8.1.0.2.0.a.2.ip6.arpa";
    allow-transfer { none; };
    notify no;
};
…

Aufbau der Zonendatei

$TTL    10

$ORIGIN 5.0.1.0.a.0.0.0.0.8.1.0.2.0.a.2.ip6.arpa.

@           IN SOA  dns5.rana.at. hostmaster.rana.at. (
            2017120804      ; serial
            24h             ; refresh
            2h              ; retry
            1000h           ; expire
            2d              ; minimum
            )

    IN  NS  dns4.rana.at.
    IN  NS  dns5.rana.at.
    IN  NS  dns6.rana.at.

1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.5.0.1.0.a.0.0.0.0.8.1.0.2.0.a.2.ip6.arpa.   IN  PTR e5-ipv6-test1.rana.at.
2.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0                                             IN  PTR e5-ipv6-test2.rana.at.

Der erste PTR-Eintrag ist eine vollständige IPv6-Adresse, der zweite Eintrag nutzt den $ORIGIN-Eintrag aus der 3. Zeile.

Nachdem sowohl die /etc/bind/named.conf.local konfiguriert wurde als auch die Zonendatei angelegt wurde, kann die neue Zonendatei auf dem primären DNS-Server geladen werden:

e4 root ~ # rndc reconfig

Danach kann die neue Konfiguration auf den sekundären DNS-Servern mit dem gleichen Befehl geladen werden.

Jetzt können die DNS-Server beim Server-Provider eingetragen werden, der diese dann an die RIPE weitervermittelt.
Mit disem online-Tool kann man die IPv6 Adresse im Nibble-Format für den PTR-Record berechnen.

Ärgerlich ist es nach jedem Urlaub festzustellen, dass man die falsche Uhrzeit eingestellt hatte.
exiftool ist das perfekte (Commandline-) Tool dies zu ändern. Das Tool kann man über http://owl.phy.queensu.ca/~phil/exiftool/ für Linux, Windows und macOS herunterladen.

Ich verwende das Tool um bei allen Fotos in einem Verzeichnis das Aufnahmedatum um x Stunden (im Beispiel 8 Stunden nach vorne) zu verschieben:

$ exiftool "-DateTimeOriginal+=0:0:0 8:0:0" *
$ exiftool "-ModifyDate+=0:0:0 8:0:0" *
$ exiftool "-CreateDate+=0:0:0 8:0:0" *

ACHTUNG: bei jeder Anwendung des Kommandos wird standardmäßig eine Kopie des Originals abgelegt (mit geänderter Dateiendung).

Ist nur ein Promilleanteil an Features, das das exiftool kann und die es noch zu erforschen gilt.

Gelegentlich kann es vorkommen, dass man in einem Filesystem keine Dateien mehr öffnen kann, obwohl noch genügend Speicherplatz frei wäre.
Auf ausreichend Plattenplatz überprüft man mit df -k:

$ df -k
Dateisystem    1K-Blöcke   Benutzt Verfügbar Verw% Eingehängt auf
/dev/md3       951080020 699670772 203090528   78% /
…
/dev/md1          464360     51393    388567   12% /boot
tmpfs            1643368         0   1643368    0% /run/user/1000

Sieht man hier genügend Plattenplatz verfügbar, kann man mit dem Befehl df -i überprüfen, ob die Anzahl der Inodes auf Maximum ist:

$ df -i
Dateisystem      Inodes IBenutzt    IFrei IUse% Eingehängt auf
/dev/md3       60399616   60399616  0      100% /
…
/dev/md1         122400      334   122066    1% /boot
tmpfs           2054206        4  2054202    1% /run/user/1000

Um das Verzeichnis mit den vielen Inodes zu finden, kann man folgenden Befehl ausführen (kann gegebenfalls lange dauern!):

$ sudo find . -xdev -type f | cut -d "/" -f 2 | sort | uniq -c | sort -n

Um Dateien zu löschen, die z.B. älter als 5 Tage sind, kann man folgenden Befehl ausführen:

$ find /path/to/files* -mtime +5 -exec rm {} \;